Die Gemeinde Tacoronte ist vor allem für ihren Weinanbau bekannt. Trotzdem dass Tacoronte für den Tourismus kaum eine Rolle spielt, bietet der Ort einige Sehenswürdigkeiten, wie den Fischerort El Pris oder der Badeort Mesa del Mar am Meer, den Laurisilva genannten Wald in den Höhenlagen bei Agua Garcia, den Bauernmarkt von Tacoronte und einiges mehr.  | | Tacoronte hat ein weinig versteckt einige sehenswerte Gebäude aus dem 17. und 18. Jahrundert, die an frühere Zeiten erinnern. An der Küste sind die Ortsteile Mesa del Mar und El Pris sehenswert. |
Außerdem bietet die Gegend von Tacoronte Individualurlaubern Unterkünfte auf Fincas in Ferienhäusern und Ferienwohnungen zum Beispiel im Badeort Mesa del Mar, die ruhig und abseits des Massentourismus gelegen sind. Die Nähe zu Santa Cruz de Tenerife und La Laguna ermöglicht Ausflüge mit Stadtbesichtigungen, Kultur und Kunst. Tacoronte gehört mit den Gemeinden Santa Cruz und La Laguna zur Area Metropolitana von Teneriffa.
Der Busbahnhof von Tacoronte liegt nahe der Autobahn, man muss sich meerwärts halten, um zur Hauptgeschäftsstraße zu kommen. In diesem Nadelöhr ist immer viel Verkehr, aber es gibt hier alles zu kaufen, was man brauchen kann.
Historische Bauwerke in Tacoronte
Tacoronte hat keinen geschlossenen historischen Ortskern, aber einige Gebäude aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Sie liegen etwas verstreut unterhalb der Hauptstraße in Richtung Meer. In einem Rundweg von 1,5 Kilometern kann man einige davon zu Fuß erreichen. Unsere Route beginnt an der Plaza de Cristo. Um sie herum gesellen sich einige Gebäude aus dem 17. Jahrhundert, darunter die Kirche Iglesia de Cristo und das Kulturhaus, das frühre Franziskanerkloster, neben anderen hübschen kanarischen Häusern. Über eine Allee, die Calle Teobaldo Power, erreicht man die Kirche Santa Catalina. Von dort geht es über die Calle Calvario am Friedhof vorbei bis zum kleinen Stadtteil El Calvario, La Alhóndiga, wo alljährlich das Weinfest des Weinabaugebiets Tacoronte-Acentejo stattfindet. Hier befindet sich auch die Plaza Oscar Domínguez, die zu Ehren des berühmten Surrealisten, der in Tacoronte aufgewachsen ist, errichtet wurde und der Park Parque Hamilton. Aus dem 17. Jahrhundert stammt auch das heute renovierte, Haus „Casa Alhóndiga“. Es diente damals als Kornspeicher, in dem das Getreide und die anderen landwirtschaftliche Erzeugnisse aufbewahrt wurden. Im Laufe der Zeit beherbergte es aber auch zeitweise eine Schule, eine Metzgerei und diente sogar als Gefängnis. Heute wird es wegen seines historischen Ambientes gerne als Veranstaltungsort genutzt. Die Gasse Calle José Izquierdo führt am Park entlang wieder zurück zum Ausgangspunkt der Plaza de Cristo.
Weinanbau
Tacoronte gehört zum Weinanbaugebiet Tacoronte-Acentejo, dem größten Weinanbaugebiet auf Teneriffa. Berühmt sind die Rotweine der Gegend. Es gibt mehrere Bodegas, die bekannteste ist die Bodega Casa del Vino La Baranda in der Nachbargemeinde El Sauzal. Sie beherbergt ein Weinmuseum ein sehr gutes Restaurant sowie eine Café-Terrasse mit herrlichem Ausblick.
Bauernmarkt
Tacoronte besitzt einen weit über seine Grenzen beliebten und bekannten Bauernmarkt, den Mercadillo de Agricultor, auf dem Samstags und Sonntags Vormittags bis 14 Uhr frisches Gemüse und Obst der Region angeboten werden, außerdem auch Gewürze, Honig, Wein, Backwaren und Blumen. Den Bauernmarkt erreicht man, wenn man von der Hauptstraße TF-152 in Tacoronte links abbiegt in Richtung Valle Guerra (TF-16). Nach etwa drei Kilometer erreicht man den Markt auf der rechten Seite links ist ein Parkplatz.
Oscar Domínguez
Der berühmteste Sohn der Stadt ist der Maler Oscar Domínguez. Der weltbekannte Surrealist wurde 1906 in La Laguna auf Teneriffa geboren und verbrachte seine Jugend in Tacoronte.
Essen gehen in Tacoronte
Tacoronte liegt an der Landstraße TF 152 die von El Sauzal bis nach La Laguna führt. Ein Teilstück dieser Landstraße ist die Hauptverkehrsstraße durch Tacoronte, an der sich ein geschäftiges Leben abspielt. Wer Zeit hat oder eine Pause zum Essen einlegen möchte, ist gut beraten anstatt auf der Autobahn an Tacoronte vorbei zu rauschen, einmal diese Landstraße zu befahren. Außerhalb der Ortschaften vor allem zwischen El Sauzal und Tacoronte sowie zwischen Tacoronte und Guamasa haben sich unzählige Restaurants angesiedelt. Hier findet man kanarische, argentinische, italienische und sogar deutsche Küche (Taco in El Sauzal).
Tee und Schokolade
An der Hauptstraße von Tacoronte, eigentlich noch zu El Sauzal gehörend liegt das Tee- und Schokoladenhaus Tea & Cocolate. In dem alten kanarischen Stadthaus gibt es unzählige Teesorten aber auch Kaffee, und hausgemachte Kuchen und Schokoladenfondue. Das Ambiente ist sehr angenehm, die verschiedenen Räume sind äußerst hübsch dekoriert. Mal ganz was anderes und gar nicht typisch kanarisch. (Carretera General del Norte 28, El Sauzal, kurz vor dem Ortseingang Tacoronte). Geöffnet: Täglich ab 17 Uhr bis 23:00 Uhr, Freitag und Samstag bis 1:00 Uhr.
Besondere Ereignisse
Der Karneval spielt auch in Tacoronte eine wichtige Rolle, er wird hier Pinata Chica genannt und findet dann statt, wenn in Santa Cruz der Karneval beendet ist.
Drum Herum
El Pris In El Pris sind die Fischer von Tacoronte zu Hause. Es gibt einen kleinen Hafen mit ebenso kleinen bunten Fischerbooten, einen winzigen Sandstrand und ein Meerwasserschwimmbecken. Die meisten Besucher kommen aber wegen der guten Fischlokale nach El Pris.
Mesa del Mar Der Bade- und Ferienort Mesa del Mar hat den besten Strand in Tacoronte zu bieten. Die Playa de Arena liegt in einer ruhigen Bucht mit Promenade. Dominiert wird der Ort allerdings von einem rießigen blauen Hochhaus, das in den 60er Jahren unmittelbar ans Meer gebaut wurde.
El Sauzal
La Laguna
Golf: Real Club de Golf Tenerife
Geschichte
Bevor Teneriffa 1496 von den Spaniern erobert wurde, wurde die Insel neun Königen (Menceys) in so genanten Menceyatos regiert. Das heutige Tacoronte und seine Umgebung wurden vom Mencey Acaymo beherrscht.
Damals lebten die Menschen in den Höhlen, die ihnen die Vulkanlandschaft auf natürliche Weise bot. Meist hielten sie sich in Küstennähe oder in anderen günstigen Zonen unterhalb von 500 Höhenmetern auf. El Pris und Mesa del Mar waren zur damaligen Zeit von dem Hirtenvolk besiedelt. Hier fanden ihre Herden ausreichend Wasser und Nahrung. Das heutige Tacoronte wurde nach der Eroberung von Sebastián Machado aus Guimaráes (Portugal) gegründet. Er ließ sich 1496 in dieser Gegend nieder, nachdem er wie sein Vater an der Eroberung Teneriffas teilgenommen. Die einfache Kapelle Santa Catalina war die erste bescheidene Kirche der Gegend. Von diesem ersten Ortskern aus wurde das Umland nach und nach erschlossen und neu besiedelt.
In Tacoronte lebte man von der Landwirtschaft. Hier wurden Getreide, Mais, Kichererbsen, Wein und Kartoffeln angebaut sowie Honig, Käse, Wolle, Wachs erzeugt und Fisch gefangen.
Anfang des 20 Jahrhunderts, im Jahr 1911, erfolgte die Ernennung zur Stadt, während eines Besuchs des damaligen Königs Alfonso XIII. Diese Ehrung begründete er mit der landwirtschaftlichen, industriellen und kommerziellen Qualität des Ortes. Außerdem hatte sich der Ort im Laufe der Jahrzehnte durch seine Königstreue einen guten Namen geschaffen.
Heute ist Tacoronte eine lebendige Kleinstadt, die ihren Bewohnern eine gute Lebensqualität bietet. Gerade durch die geographische Nähe zu den Arbeitsmärkten in La Laguna und Santa Cruz hat die Stadt in den letzten Jahren eine positive Zuzugsbilanz registrieren können.
Tacoronte liegt im Norden Teneriffas nahe der Universitätsstadt La Laguna und in unmittelbarer Nähe zum Nordflughafen Teneriffas (Los Rodeos).
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