Am Ortsende von Buenavista hat man gerade mal noch zwei Möglichkeiten. Entweder man biegt rechts, Richtung Strand und Golfplatz, ab oder man fährt geradeaus weiter. Die meisten, die sich für einen Besuch der nordwestlichsten Ecke entscheiden, bleiben zunächst einmal verdutzt stehen, sobald sie nach wenigen Metern mit einem Sperr- und Hinweisschild konfrontiert werden. In spanisch, deutsch und englisch steht hier zu lesen, dass die Weiterfahrt verboten sei und man mit Steinschlag rechnen müsse. Auch aus dieser Region können wir ein Video von www.inselteneriffa.com zeigen. Hier ist Urlaub auf Teneriffa Erholung pur. Ausflusbusse gibt es nicht, wer hier herkommt hat sich selbst auf den Weg gemacht.
 | | Der Leuchtturm Punta de Teno. Einer der wenigen Rot-weissen Leuchttürme auf Teneriffa. Hier ist die Welt zu Ende, ab hier kommt nur noch Wasser. |
Das ist aber noch lange kein Grund, dieser Aufforderung Folge zu leisten. Die Buchstaben prangen dort nur, damit die Gemeinde der Haftung enthoben ist. Der einzige Grund, die Warnung ernst zu nehmen und tatsächlich einen anderen Tagesausflug zu wählen, ist heftiger Regen oder Sturm. Dann kann es nämlich tatsächlich zu Steinschlag und Erdrutschen kommen. Ansonsten heißt die Devise „Augen auf und durch!“
Die Bergstrasse schlängelt sich gemächlich den Berg hinauf und bietet dabei ein wunderschöne Weitsicht auf Atlantik und Bananenplantagen. Plötzlich öffnet ein dunkler Tunnel seinen abenteuerlichen Schlund. Keine Bange, er ist nur wenige hundert Meter lang und hat noch nie jemanden verschlungen. Im Gegenteil, er „spuckt“ Sie garantiert am anderen Ende wieder aus und dann ist man „fast“ im Süden.
Tatsächlich befindet man sich in Punto de Teno an derselben Küstenlinie, wie Los Gigantes und kann dort häufig sonniges Südwetter genießen, wenn der Rest des Nordens sich in Wolken hüllt. Entlang des Weges steht eine kleine Windkraftanlage. Die Rotoren bewegen sich in dem meist wehenden Wind. In Punta de Teno gibt es zwar nicht die „letzte Bratwurst vor Amerika“, aber hier wachsen die „letzten Tomaten vor La Gomera“.
An den Tomatenbergen, die an der Strassen liegen, kann man sich ruhig bedienen. Ansonsten befindet sich dort eine nette kleine Badebucht , allerdings mit einem kieseligen Strand. Beliebt ist dieser Teil vor allem bei den Schnorchlern, die von dem klaren Wasser und der Fischvielfalt schwärmen. Direkt neben den Badegästen, lassen die Fischer ihre Boote zu Wasser und schaffen so ein Ambiente von Fischer-Romantik. Auch vom sicheren Ufer aus, kann man sich ein schönes Plätzchen suchen und Petri´s Heil versuchen.
Es heißt, die Fische beißen hier besonders gut. Auf Vorbestellung kann man sogar Kajaks buchen, mit denen man die Bucht umkreisen und aus einer anderen Perspektive erleben kann. Am Ende der Inselspitze thront der Leuchtturm, der für die Orientierung der Seeleute sorgt.
Nach neuesten Plänen der Stadtverwaltung ist eine Reformierung der alten Hafenanlage sowie die Errichtung eines kleinen Meeres-Museums geplant. Aber auch jetzt schon ist, die Punta de Teno auf jeden Fall einen Besuch wert. Vor der steifen Brise, die die Landspitze oft umweht, findet man an zahlreichen windschattigen Plätzchen Schutz.
Punta de Teno ist eine noch relativ unberührte Landschaft an der Spitze der Insel Teneriffa. Wer es im Urlaub bis hier schafft ist weit herum gekommen. Der Blick auf La Gomera und den Atlantik sowie die spektakuläre Anfahrt entschädigen für alles. Sehen Sie sich die Karte als Satellitenbild an und benutzen Sie die + Taste um näher ran zu gehen. Nur direkt vor Ort ist noch schöner.
|