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2011-12-14 01:26:19Ankunft von Orka Morgan im Loro Parque 
Am 23 Juni 2010 wurde vor der Küste der Niederlande der völlig entkräftete und ausgehungerte Jungwal Morgan entdeckt. Im Delfinarium des Zoos Harderwijk wurde das Weibchen aufgepäppelt. Danach stellte sich die Frage, wo der Orka in Zukunft leben sollte. Ein Gericht musste über diese Frage entscheiden. Naturschützer wollten, dass der Wal in die Freiheit entlassen würde, während der Zoo und Wissenschaftler der Meinung waren, dass die Überlebenschancen ohne eine Familie für die mittlerweile rund zweieinhalbjährige Morgan sehr gering sind. Nach Anhörung mehrerer unabhängiger Gutachter von der Kontrahenten entschied der Richter, dass Morgan künftig im Loro Parque auf Teneriffa leben sollte. Ende November trat Morgan ihre große Reise vom Flughafen Schipol in Amsterdam bis zum Nordflughafen Los Rodeos an. Mit Spannung und Vorfreude wurde sie im Loro Parque vom Trainerteam erwartet. Zunächst ließ man Morgan per Blick- und akustischem Kontakt ihre neuen Orka-Kollegen kennenlernen. Nachdem alle Tiere sehr positiv aufeinander reagierten, begann man sie kurze Zeit miteinander schwimmen zu lassen. Zuerst durfte Orkaweibchen Skyla mit der neuen Mitbewohnerin des großen Orka-Pools Bekanntschaft machen. Alles verlief friedlich, sodass nun nach und nach auch Begegnungen mit den anderen Orkas des Loro Parques stattfinden werden, bis sich alle aneinander gewöhnt haben. „Morgan ist sehr neugierig, verspielt und sozial. Sie hat ein freundliches Wesen. Das vereinfacht uns die Arbeit ungemein und wir freuen uns, sie als neues Mitglied unserer Orka-Familie begrüßen zu dürfen“, erklärte Orkatrainerin Claudia. Der Loro Parque selbst freut sich ebenfalls über den Zuwachs und darüber, diesem Tier eine Zukunftsperspektive geben zu können. Auch wenn einige Tierschützer die Freiheit forderten, so gibt in diesem Fall die Unterbringung im Loro Parque dem jungen Wal weit mehr Überlebenschancen. Orkas jagen in Freiheit in Rudeln. Ist ein Tier auf sich alleine gestellt, ist die viel schwieriger und es wird auch leicht Beute von anderen Raubfischen. Ein einzelner Orka wird auch nicht einfach in eine Familie aufgenommen, sodass Morgan vermutlich alleine in den Weltmeeren unterwegs gewesen wäre. Im Loro Parque hat sie nun eine neue Familie gefunden und ist Teil des Forschungsprojektes, das unter anderem die Sprache und Verständigung der Orkas erforscht. Zu diesem Zweck werden die Orkas kontinuierlich mit Hydrophonen überwacht, ihre Töne aufgezeichnet und ausgewertet. Im Anschluss werden die Erkenntnisse mit frei lebenden Studien verglichen. Außerdem beteiligt sich der Loro Parque mit seiner gemeinnützigen Stiftung daran eine Lösung für den Konflikt zwischen Orkas und Thunfischfischern in der Meerenge von Gibraltar zu finden. Dort erleichtern sich freilebende Orkas gerne das Leben, in dem sie den Fang der Fischer fressen. Vermutlich wird das Problem mit Hilfe von Entschädigungszahlungen gelöst. Morgan muss sich über diese Dinge keine Gedanken mehr machen. Im Loro Parque wird sie täglich mit ausreichend frischem Fisch in kontrollierter Qualität versorgt. | |
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